Schmerzfrei Übungen in Freiburg

Übungen nach der Behandlung – was ist sinnvoll und was nicht?

Viele meiner Klientinnen und Klienten fragen mich nach einer Behandlung:
Welche Übungen kann ich zu Hause machen?
Sind Übungen nach Liebscher & Bracht sinnvoll?
Sind Fitnessgeräte schädlich?
Oder besteht die Sorge, durch falsches Üben etwas „kaputt zu machen“?

Diese Unsicherheit ist verständlich. Und gleichzeitig möchte ich dir eines gleich sagen:

Übungen zu machen ist fast immer besser, als keine Übungen zu machen.


Regel Nr. 1: Machen – nicht perfekt sein

Im Video oben zeige ich dir eine einfache Sequenz aus den Yoga-Sonnengrüßen, wie ich sie selbst häufig morgens praktiziere.
Und ganz wichtig dabei:

Die Übung muss nicht perfekt sein.

Perfektionismus steht dir beim Üben oft im Weg. Im schlimmsten Fall fängst du gar nicht erst an. Oder du bleibst aus Unsicherheit weit unter deinen Möglichkeiten – und setzt deinem Körper zu wenig Reiz, um wirklich etwas zu bewegen.

Der Körper braucht Bewegung, Impulse und Wiederholung, nicht Perfektion.

Regel Nr. 1 lautet daher:
Mache Übungen – regelmäßig und ohne Angst vor Fehlern.


Regel Nr. 2: Lerne, deinen Körper zu spüren

Ich bin mir sicher:
Du kannst deinen Körper bereits spüren.
Und gleichzeitig bin ich mir sicher: Da geht noch mehr.

Auch bei mir merke ich immer wieder, dass mein Körperbewusstsein weiter wachsen kann. Mit zunehmender Übungspraxis wird die Wahrnehmung feiner und differenzierter.

Je mehr Bewusstheit du beim Üben in deine Körperwahrnehmung legst, desto besser kannst du:

  • Spannungen frühzeitig erkennen
  • Warnsignale ernst nehmen
  • Schmerzen merken, bevor sie sich manifestieren

So wirst du Schritt für Schritt dein eigener bester Therapeut.

Regel Nr. 2 lautet:
Spüre deinen Körper – sei in deinem Körper präsent und achtsam beim Üben.


Übung macht den Meister – oder: Steter Tropfen höhlt den Stein

Übe jeden Tag – auch wenn es nur 5 Minuten sind.

Wenn du merkst, dass du:

  • keine Lust zum Üben hast
  • ständig Ausreden findest
  • Übungen immer wieder abbrichst

… dann hast du vermutlich noch nicht die Übungen gefunden, die wirklich zu dir passen.

Die richtigen Übungen:

  • stärken dein Körperbewusstsein
  • erhöhen dein Wohlbefinden
  • schenken dir mehr Energie
  • können sogar richtig Spaß machen

Übungsprogramme & Methoden, die du ausprobieren kannst

Wenn dich klassische Dehnübungen nicht begeistern, probiere andere Formen von Bewegung und Körperarbeit. Jede Methode kann dir helfen, Schmerzen zu reduzieren und deinen Körper besser zu verstehen:

🧘‍♂️ Bewegungs- und Körperprogramme

  • Yoga (verschiedene Stile, z. B. Hatha, Vinyasa, Yin Yoga)
  • Pilates
  • Qi Gong
  • Tai Chi

🏃‍♂️ Functional & Mobility

  • Mobility Training
  • Animal Moves / Natural Movement
  • Faszien-Training mit der Rolle oder dem Ball
  • Functional Training

🥊 Sport & Energie-Methoden

📍 Spezialisierte Programme

  • McKenzie-Methode (für Rücken & Nacken)
  • Feldenkrais Method®
  • Alexander-Technik
  • Buteyko-Atmung & Atem-Coaching
  • Rolfing / Structural Integration
  • Somatic Movement
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

👉 Jede dieser Methoden hat einen anderen Fokus – aber sie alle fördern Beweglichkeit, Körperbewusstsein und Schmerzreduktion.

Suche dir Menschen, die es dir zeigen.
Nutze YouTube-Videos.
Leihe dir Bücher aus der Bibliothek.
Buche eine Probestunde.
Gib jeder Methode mindestens zwei Chancen – einmal ist keinmal.


Was kann Schmerzfreiheit bedeuten – und was kann sie dir bringen?

Egal ob du mit

  • Rückenschmerzen,
  • Nackenschmerzen,
  • Schulterschmerzen,
  • Knieschmerzen,
  • Hüftschmerzen
    oder
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen

zu tun hast – Schmerzen sind mehr als nur ein körperliches Signal.

Schmerzen können dich in deinem Leben einschränken:

  • in deiner Bewegungsfreiheit
  • in deiner Lebensfreude
  • in deiner Energie
  • in deiner Leistungsfähigkeit

Schmerzen sind nicht nur körperlich.
Wie schon Laotse sagte: „Außen wie innen – oben wie unten.“

Du kannst über den Körper an deiner Psyche arbeiten.
Und du kannst über die Psyche den Körper beeinflussen – nur auf andere Weise.

Wenn körperliche Beschwerden trotz Übungen und Therapie nicht verschwinden, lohnt sich der Blick in den seelischen Bereich. Aber bis dahin empfehle ich dir:
Nutze das volle Spektrum an Bewegungs- und Therapie-Möglichkeiten.

Und ganz ehrlich:
Ich wette, du hast bisher nur einen kleinen Teil dessen ausprobiert, was möglich ist.


Fazit – Bewegung, Bewusstheit und Konsequenz bringen Fortschritt

Du brauchst nicht perfekt üben.
Du brauchst nicht alles richtig machen.
Einzig und allein: anfangen – und dranbleiben.

  • Machen ist besser als Zögern.
  • Spüren ist wichtiger als Technik.
  • Regelmäßigkeit toppt Intensität.

Wenn du deinem Körper täglich Aufmerksamkeit schenkst, lernst du:

  • ihn besser zu verstehen,
  • Schmerzen frühzeitig zu erkennen,
  • und deine Gesundheit aktiv zu gestalten.

Bewegung ist kein Problem – sie ist dein Wegweiser.

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