Öle, Salben und Tinkturen – Gutes für Deine Haut

Möchtest Du wissen, welche Öle und Cremes ich beim Massieren verwende? Gern kannst Du in diesem Artikel “Öle, Salben und Tinkturen – Gutes für Deine Haut” alle Details über die von mir verwendeten Produkte erfahren.

Über die Jahre habe ich einige Öle und Cremes ausprobiert. Dabei haben sich einige wenige bewährt. Da ich immer wieder offen für Neues bin, probiere ich gern auch mal etwas Neues aus. Ich freue mich auch immer wieder über Rückmeldungen über die Wirkung dieses oder jenen Zaubermittels.

Ich fang einfach mal sortiert nach der Menge der von mir verwendeten Mittel an.

Bio-Sesamöl, gereift

Geprägt von meiner ersten Massageausbildung verwende ich nach wie vor als Standard Bio-Sesamöl, gereift von Bruno Zimmer. Im Shop von Bruno Zimmer wirst Du das Öl allerdings nicht finden, da es nur für Gewerbetreibende angeboten wird. Gereift heiß: das Öl wird über einen Zeitraum von ca. 48h auf 120 bis 140°C erhitzt. Dadurch verändert sich die Struktur und Deine Haut kann das Öl besser aufnehmen. Sesamöl wirkt nach Ayurveda wärmend. Im Hochsommer hatte ich tatsächlich schon ein, zweimal den Fall, dass es unangenehm wirkte und ich auf Kokosöl umsteigen musste. Kokosöl wirk nach Ayurveda kühlend und passt daher bestens in die Sommerzeit. Auch ich gönne meine Haut im Sommer hin- und wieder eine Portion Kokosöl. In meinem Massage-Standardportfolio findest Du Kokosöl allerdings nicht (nur in der Küche). Apropro Küche: das von mir für Massage verwendete Sesamöl verwende ich auch zum Kochen;)

Weiterhin spricht Ayurveda dem Sesamöl noch eine nährende Wirkung für die Haut und eine Vata-ausgleichende Wirkung zu. Vata ist ein ayurvedisches Dosha (Konstitution), was für Wind und damit viel Bewegung, also auch Unruhe und Luftigkeit, also auch Sprunghaftigkeit steht. Ausgleichend heißt damit: wenn zuviel da ist, wird reduziert. Wenn zu wenig da ist, dann wird es erhöht.

Durch die Einflüsse aus der Sportmassage und Triggerpunkt-Therapie, hat sich die von mir verwendete Ölmenge über die Jahre immer mehr reduziert. Das hat weniger mit Sparmaßnahmen zu tun… Bei zuviel Öl fehlt einfach der Grip und von der Massage kommt damit weniger bei den Muskeln und Faszien an. Weiterhin kann die Haut eh nur eine bestimmte Menge aufnehmen. Ein dünner Ölfilm…. das reicht. Daher ist ein Teil des Öles im Kochtopf gelandet;)

Ayurvedische Öle

Bei Ayurvedischen Massagen setze ich (wahlweise) die beiden Öle Balashwagandhadi Tailam und Dhanvantaram Tailam ein. Beide Öle werden in Indien hergestellt. Kennengelernt habe ich sie bei meiner Arbeit im Naturhotel Chesa Valisa. Die beruhigende, sedierende Wirkung auf die Massierten hat mich überzeugt und somit habe ich sie auch in mein Programm aufgenommen. Beide Öle enthalten auch Sesamöl, wirken aber noch stärker Vata-reduzierend als reines Sesamöl.

Balashwagandhadi Tailam

  • Ashwagandha (Withania somnifera): Ashwagandha ist eine adaptogene Pflanze, die für ihre tonisierenden Eigenschaften bekannt ist. Sie wird oft zur Unterstützung der allgemeinen Stärke und Ausdauer eingesetzt.
  • Bala (Sida cordifolia): Bala ist eine Pflanze, die für ihre stärkenden Eigenschaften bekannt ist und oft bei Muskelschwäche und Erschöpfung eingesetzt wird.
  • Shatavari (Asparagus racemosus): Shatavari wird häufig zur Unterstützung des weiblichen Fortpflanzungssystems und zur allgemeinen Stärkung des Körpers verwendet.
  • Masha (Phaseolus mungo): Masha, auch als Urad Dal bekannt, kann stärkende Eigenschaften haben und wird in der ayurvedischen Medizin verwendet.

Die Kombination dieser Inhaltsstoffe macht Balashwagandhadi Tailam zu einem Öl, das häufig für Massagen verwendet wird, insbesondere bei Personen, die unter Muskelschwäche, Müdigkeit oder genereller Erschöpfung leiden. Es wird traditionell angewendet, um die Muskeln zu stärken, Energie zu fördern und den Körper zu tonisieren.

Dhanvantaram Tailam

  • Dasha Moola (Zehn Wurzeln): Dasha Moola ist eine Mischung aus zehn Wurzeln, die oft in Ayurveda-Präparaten verwendet wird. Diese Wurzeln können zur Förderung von Wärme und zur Unterstützung der Gelenke verwendet werden.
  • Bala (Sida cordifolia): Bala ist eine ayurvedische Pflanze, die für ihre tonisierenden Eigenschaften bekannt ist. Sie kann zur Unterstützung des Nervensystems und der Muskulatur eingesetzt werden.
  • Shatavari (Asparagus racemosus): Shatavari ist eine adaptogene Pflanze, die als tonisierend für das weibliche Fortpflanzungssystem gilt. Sie kann auch eine allgemeine tonisierende Wirkung auf den Körper haben.
  • Kashayam: Dies ist eine wässrige Extraktion aus verschiedenen Kräutern und kann entzündungshemmende und reinigende Eigenschaften haben.

DAS Vata ausgleichende Öl.

  • Wohltuendes Pflegeöl bei Vata Imbalancen
  • Unterstützt den Erhalt einer normalen Funktion der Muskeln und Gliedmaßen
  • Unterstützt den Erhalt einer normalen Funktion des Nervensystems und des Bewegungsapparates
  • Ideal für beruhigende, nährende, weich machende und wärmende Behandlungen.
  • Wird auch für Schwangere und Frauen nach der Geburt empfohlen.

Ein weiteres ayurvedisches Produkt, welches ich bei Gesichts-Massagen anwende, ist Kumkumadi. Eine safranhaltige Salbe (daher rot färbend), die der Hautreinigung dient.

Alle drei genannten Produkte sind rot und färben und lassen sich schlecht auswaschen. Da nicht das gesamte Öl von der Haut aufgekommen wird, solltest Du mit dunkler Kleidung zur Massage kommen.

CBD Massagecreme mit Chili

Eine tolle Entdeckung habe ich dieses Jahr gemacht: die wärmende CBD Creme von CBD Vital. Riecht gut und wirkt gut. Neben Chili und Ingwer (Durchblutungsfördernd) und CBD (wirkt entspannend) enthält die Creme noch einige andere interessante Zusätze wie z.B. Kampfer (wirk entspannend) oder Orangenöl.

Bei Sportmassagen oder Triggerpunktmassagen starte ich mit Sesamöl. Bei starken Verspannungen Trage ich die CBD-Creme nach der Massage auf die jeweiligen Hautpartien auf. Damit hast Du eine gute Nachwirkung für zu Hause, da sich die volle Wirkung der Creme erst nach ca. 30 bis 60min entfaltet.

Honig bei verklebten Faszien

Bei meiner Tätigkeit im Hotel Katharina durfte ich die Vorzüge von Honigmassagen bei von mir Massierten kennenlernen. Bei dieser Form der Massage wird die Hautpartie mit warmen, flüssigen Honig eingerieben und massiert. Nach und nach verdunstet das Wasser und der Honig entfaltet seine volle Klebrigkeit. Wenn das Gleiten über die Haut nicht mehr möglich ist, gehe ich ins “Zupfen” über. Dabei werden die Hände flach auf die Haut gedrückt und abgezogen. Die Haut hebt sich mit an. Das bewirkt eine Lösung der oberflächlichen Faszie die sich zwischen Haut und Muskeln befindet und zusätzlich wird das Gewebe stark durchblutet. Bei stark verklebten Faszien wo das Ziehen einer Kibbler-Falte zu schmerzhaft ist, kann die Honigmassage eine tolle Ergänzung zur Massage sein. Dabei beginne ich die Massage mit Honig und nach ca. 20min wasche ich den Honig ab und gehe zur Sport– bzw. Triggerpunktmassage über.

Fazit

Soweit der aktuelle Stand. Gern experimentiere ich mit weiteren ayurvedischen Ölen, Johanneskrautöl, Faszienwachs und Lavaerde. Mal schauen ob es davon etwas in mein Standard-Programm schafft…. Hast Du weitere Empfehlungen für mich? Schreib mich gern an oder bring etwas zur nächsten Massage mit. Ich bin neugierig;)

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