Muskelverspannungen und Muskelschmerzen durch Nährstoffmangel

Hast Du vielleicht ständig verspannte Muskeln oder auch schmerzenden Muskeln? Machst viele Übungen (Kräftigung/ Dehnung) und behandelst Dich selbst oder bist in Behandlung (siehe hier)? Hast keine Idee, was Du in deinem Alltag noch verbessern könntest (Ergonomie, Dauerbelastung usw.)? Und es gibt keine wesentliche Verbesserung Deiner Beschwerden? Vielleicht könnte ein Nährstoffmangel eine Ursache sein… Lies gern in diesem Artikel über Nährstoffe, Massagearme und Verdauungsbeschwerden. Viel Spaß!

Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine für Muskeln

Zahlreiche Studien haben herausgefunden, dass ein Mangel an folgenden Nährstoffen zu Muskelverspannungen, Muskelschmerzen, Muskeldystropien oder verklebten/ dysfunktionalen Faszien führen können:

  • Vitamin D, Vitamin B1, B6, B9 und B12
  • Magnesium, Eisen, Kalzium, Zink, Kalium
  • Eiweiß

Wie und wann kann es zu einem Nährstoffmangel kommen?

Unsere westliche Ernährungs- und Lebensweise scheint für einige Nährstoffmängel prädisteniert zu sein.

Eine Studie aus dem Jahr 2020, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) durchgeführt wurde, zeigte, dass 42 % der Erwachsenen in Deutschland einen Magnesiummangel haben. Auch ein Vitamin-D-Mangel ist in Deutschland weit verbreitet. Die DGE schätzt, dass etwa 60 % der Erwachsenen in Deutschland einen Vitamin-D-Mangel haben.

Weitere Studien haben gezeigt, dass auch ein Mangel an anderen Nährstoffen, wie Vitamin B1, Vitamin B12, Eisen und Zink, in Deutschland verbreitet ist.

Die Gründe für die Unterversorgung mit Nährstoffen in Deutschland sind vielfältig. Dazu gehören:

  • Eine unzureichende Ernährung: Viele Menschen in Deutschland ernähren sich nicht ausgewogen und nehmen daher nicht genügend Nährstoffe zu sich. Bei einer veganen Ernährung ist z.B. auf ausreichend Eisen, Eiweiß und Vitamin B12 zu achten.
  • Ein Mangel an Sonnenlicht: Sonnenlicht ist wichtig für die Bildung von Vitamin D. Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten, haben daher ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel.
  • Chronische Erkrankungen: Chronische Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen und Darmerkrankungen, können den Nährstoffbedarf erhöhen und das Risiko für eine Unterversorgung mit Nährstoffen erhöhen.

Besonders Lebenssituationen, die einen erhöhten Stoffwechsel in sich tragen, macht es Sinn auf die Ernährung zu schauen. Dies könnte z.B. sein:

  • Schwangerschaft
  • schere körperliche Anstrengung (Sport, Arbeit)
  • außergewöhnliche Lebenssituation wie z.B. Pflege von Angehörigen, Neugeborenes, Hausbau etc.

Weitere Beschwerden durch Nährstoffmangel

Über die oben beschriebenen Muskel- und Faszienprobleme hinaus, kann die Unterversorgung mit Nährstoffen zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, darunter:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen (siehe auch hier)
  • Erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Osteoporose

Was tun?

Wenn Du Dich bei den oben beschriebenen Beschwerden wieder findest, ist es ratsam eine Blutuntersuchung auf die o.g. Nähstoffe und Mineralien durchführen zu lassen.

Allerdings ist ein ausreichender Blutspiegel an Nährstoff XY noch kein Beweiß dafür, dass die Nährstoffe auch dorthin gelangen wo sie hin sollen. Wenn z.B. Gefäße verschlossen sind/ Faszien verklebt oder die Durchblutung anderweitig gestört ist, können die Nähstoffe nicht an ihre Zielzelle gelangen.

Folgende Vorgehensweise halte ich daher für Ratsam:

  1. Blutwerte checken und ggf. Ernährung ändern/ Nährstoffe substituieren
  2. Stoffwechsel und Darmätigkeit in Bewegung bringen, Durchblutung fördern durch ggf. folgende Maßnahmen:
    1. Sport/ Bewegung
    2. Darmkur
    3. Eisbad/ kalte Güsse/ kalte Duschen/ Abreibungen
    4. Massagen

Vielleicht schaust Du Dir deine Lebenssituation an und kannst an der ein- oder anderen Stelle für Entlastung sorgen.

Eigene Erfahrung

Seit einigen Wochen plagt mich ein durch Massagen überlasteter rechter Arm. Analog zum Tennisarm oder Golferarm gibt es wohl auch einen Massagearm, hehe;) Das Phänomen ist nicht so selten, wie ich nun von zwei meiner lieben Kolleg*innen. Ein klassisches myofasziales Schmerzsyndrom. Zunächst hatte ich versucht dieses Problem mit Eigenbehandlung zu bewältigen. Mit mäßigem Erfolg. Weiter habe ich mir Massagen im Austausch geben lassen und an meiner Nährstoffversorgung geschraubt, da mein Blut üblicherweise einen geringen Gehalt an Eisen, B12 und Eiweiß aufweist. Also futtere ich morgens einen veganen Eiweißshake mit allen möglichen Vitaminen und trainiere seit einigen Wochen die Antagonisten auf, um die betroffenen Muskeln zu entlasten. Es wird besser und besser.

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