
Hypnose fasziniert Menschen seit Jahrhunderten. Gleichzeitig ranken sich viele Mythen um sie: Kontrollverlust, Manipulation oder „Willenlosigkeit“. In der therapeutischen Praxis zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Hypnose ist ein kraftvolles Werkzeug, um Zugang zum Unterbewusstsein zu erhalten und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
In diesem Artikel erfährst du:
- den Unterschied zwischen Hypnose, Hypnotherapie und Rückführungstherapie
- was Trance wirklich bedeutet
- wie Gehirnwellen dabei eine Rolle spielen
- für wen diese Methoden geeignet sind
- wie sie psychotherapeutisch einzuordnen sind
Was ist Hypnose?
Hypnose ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, den jeder Mensch täglich erlebt – zum Beispiel beim Tagträumen, beim Autofahren auf „Autopilot“ oder wenn du völlig in ein Buch vertieft bist.
In der Hypnose wird dieser Zustand gezielt herbeigeführt. Dabei:
- entspannt sich der Körper
- der kritische Verstand tritt in den Hintergrund
- das Unterbewusstsein wird zugänglicher
Wichtig: Du bist jederzeit bei Bewusstsein und behältst die Kontrolle.
Hypnose vs. Trance – was ist der Unterschied?
Oft werden die Begriffe synonym verwendet, doch es gibt einen wichtigen Unterschied:
- Hypnose = der Prozess / die Methode, um einen veränderten Bewusstseinszustand herzustellen
- Trance = der Zustand selbst
Man kann es sich so vorstellen:
Hypnose ist der Weg – Trance ist das Ziel.
Die Trance kann unterschiedlich tief sein:
- leichte Trance (z. B. Entspannung)
- mittlere Trance (intensivere innere Bilder)
- tiefe Trance (starker Zugang zum Unterbewusstsein)
Was ist Hypnotherapie?
Hypnotherapie ist die therapeutische Anwendung von Hypnose. Sie wird gezielt eingesetzt, um psychische, emotionale oder körperliche Themen zu bearbeiten.
Dabei arbeitet man häufig mit:
- Suggestionen (neue innere Überzeugungen)
- inneren Bildern
- Ressourcenaktivierung
- Auflösung unbewusster Blockaden
Ziel ist es, Veränderungen nicht nur kognitiv zu verstehen, sondern tief im Unterbewusstsein zu verankern.
Was ist Rückführungstherapie?
Die Rückführungstherapie ist eine spezielle Form der Hypnotherapie.
Hierbei wird der Klient in frühere Erfahrungen geführt, um Ursachen aktueller Probleme aufzudecken. Das kann beinhalten:
- Kindheitserlebnisse
- prägende emotionale Situationen
- (in manchen Ansätzen) sogenannte frühere Leben
Wichtig:
Im therapeutischen Kontext geht es nicht darum, „objektive Wahrheit“ zu beweisen, sondern emotionale Muster zu verstehen und aufzulösen.
Gehirnwellen und Hypnose – was passiert im Gehirn?
Unser Gehirn arbeitet in verschiedenen Frequenzbereichen. Diese sogenannten Gehirnwellen spiegeln unseren Bewusstseinszustand wider.
Beta-Wellen (ca. 13–30 Hz)
- Zustand: Wach, analytisch, aktiv denkend
- Alltag: Problemlösen, Stress, Konzentration
- Besonderheit: Hier ist der kritische Verstand dominant
Alpha-Wellen (ca. 8–12 Hz)
- Zustand: Entspannung, leichte Trance
- Alltag: Tagträumen, ruhiges Nachdenken
- Bedeutung: Zugang zum Unterbewusstsein beginnt sich zu öffnen
Theta-Wellen (ca. 4–7 Hz)
- Zustand: Tiefe Entspannung, meditativer Zustand
- typisch für Hypnose
- hier entstehen:
- intensive Bilder
- emotionale Verarbeitung
- nachhaltige Veränderungen
Theta ist der zentrale Bereich für therapeutische Arbeit.
Delta-Wellen (ca. 0,5–3 Hz)
- Zustand: Tiefschlaf
- kaum bewusstes Erleben
- in Hypnose selten relevant (außer bei sehr tiefer Trance)
Für wen ist Hypnose geeignet?
Hypnose eignet sich für Menschen, die:
- offen für innere Prozesse sind
- bereit sind, Veränderungen zuzulassen
- nicht nur „verstehen“, sondern wirklich etwas verändern möchten
Besonders hilfreich ist sie bei:
- Stress und innerer Unruhe
- Ängsten und Phobien
- psychosomatischen Beschwerden
- chronischen Verspannungen
- Schlafproblemen
- emotionalen Blockaden
- Gewohnheitsveränderungen (z. B. Rauchen, Ernährung)
Auch im Coaching wird Hypnose eingesetzt, etwa für:
- Leistungssteigerung
- mentale Klarheit
- Zielarbeit
Für wen ist Hypnose weniger geeignet?
Nicht oder nur eingeschränkt geeignet ist Hypnose bei:
- akuten Psychosen
- schweren Persönlichkeitsstörungen
- fehlender Bereitschaft zur Mitarbeit
Hypnose ist kein „passives Heilverfahren“ – sie funktioniert nur in Zusammenarbeit mit dem Klienten.
Wie ich Rückführungstherapie einsetze
Vor nunmehr 4 Jahren lernte ich die Rückführungstherapie von Sinaida in einer Kleinstgruppe in der Oberlausitz. Trutz Hardos Buch hatte mich damals fasziniert und zu Sinaida geführt, die damals mit Trutz Hardo gemeinsam lebte und den ich schließlich auch persönlich kennenlernen durfte.
Auf das Thema, dem ich zugegebenermaßen sehr skeptisch gegenüberstand, kam ich durch das Buch „Remarkabale Healings“ einer amerikanischen Prychotherapeutin. Sie beschreibt dort, wie Ihre Patienten in Trance-Zuständen immer wieder in vorherige Leben kamen – was sie zunächst selbst nicht glauben konnte. Als sie schließlich herausfand, dass es eine Regressionstherpie gibt forsche sie in diesem Gebiet weiter.
Wo auch immer Dich Deine innere Weisheit hinführt – Im Zentrum steht nicht das „Wiedererleben“ im Sinne von Drama, sondern das Verstehen, Verarbeiten und Lösen.
Bist Du interessiert an einer Session? Erfahre hier mehr.
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